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Vergiftungen und Prävention

Erfolgreiche Fortbildung zum Thema "Intoxikationen" an der Suhler Station der DRF Luftrettung

SUHL Pilze, Schlangen, Haushaltsreiniger: Vieles kann zu Vergiftungen führen, Gefahren lauern auch im Alltag. Betroffene müssen sehr schnell die jeweils für sie optimale Versorgung erhalten, denn die Folgen sind oft lebensbedrohlich.

Auch praktische Übungen gehörten zum Programm. Fotos: Daniel Wiegmann  

SUHL Pilze, Schlangen, Haushaltsreiniger: Vieles kann zu Vergiftungen führen, Gefahren lauern auch im Alltag. Betroffene müssen sehr schnell die jeweils für sie optimale Versorgung erhalten, denn die Folgen sind oft lebensbedrohlich. Werden Rettungsdienstmitarbeiter zu Vergiftungen alarmiert, sehen sie sich oft besonderen Herausforderung gegenüber. Daher stand das Thema "Intoxikationen" im Mittelpunkt des diesjährigen Christoph 60-Tags.

Rund 120 Teilnehmer - Notfallsanitäter, Notärzte und Klinikärzte aus mehreren Bundesländern - verfolgten die Vorträge und Übungen zu drei Themenblöcken. Zu Beginn ging es um Gifte aus der Tier- und Pflanzenwelt. Die Referentin des Erfurter Zoos erläuterte, welche giftigen Tiere es gibt, wo sie auftreten, wie ihre Gifte wirken und was bei der Versorgung betroffener Patienten zu beachten ist.

Besonderes Highlight bei diesem Vortrag: Echte Giftspinnen und -schlangen, die sie zur An-schauung mitgebracht hatte. Um die Zusammenarbeit mit dem Gemeinsamen Giftinformationszentrum (GGIZ) in Erfurt drehte sich der nächste Beitrag. Die Stelle steht Rettungsdienstmitarbeitern und Bürgern bei Fragen zu Vergiftungen rund um die Uhr zur Verfügung. Tobias Strom, Leitender Notfallsanitäter und Mitorganisator des Christoph-Tags, erläutert:

"Eine besondere Herausforderung für uns im Einsatz ist die Tatsache, dass es so viele verschiedene Gifte gibt. Hinzu kommt, dass die Wirkung entscheidend von der Dosis abhängt. Eine enge Zusammenarbeit mit den Experten des GGIZ trägt dazu bei, Patienten schnell optimal zu versorgen und sie in die am besten geeignete Klinik zu bringen."

Anschauungsmaterial hatte auch die Referentin der Polizei Thüringen mitgebracht: Anhand einer Auswahl natürlicher und synthetischer Drogen zeigte sie den Teilnehmern, wie sie diese am Einsatzort erkennen können, um die Versorgung der Patienten auf das jeweilige Vergiftungsmuster ausrichten zu können.

Für Tobias Strom war die Fortbildung ein Erfolg: "Wir haben eine Menge positiver Rückmeldungen erhalten, die Teilnehmer waren begeistert von den Vorträgen und praktischen Übungen. Uns hat es gezeigt, dass wir mit 'Christoph 60' einen entscheidenden Beitrag zum Überleben vergifteter Patienten leisten können. Denn wir sind sehr schnell vor Ort, können unter Intensivbedingungen transportieren und er-reichen Spezialkliniken innerhalb kürzester Zeit. Herzlichen Dank an alle, die den 8. Christoph 60-Tag möglich gemacht haben."

(ka)/drf

    
    

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