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Rennsteiggarten gerade jetzt in üppiger Blütenvielfalt

Zur Saison-Halbzeit bereits deutlicher Besucher-Zuwachs / Trockenheit macht zu schaffen

OBERHOF Ach, lässt es sich doch angenehm verweilen und durch den Gebirgsgarten streifen an diesen wochenlangen Hundstagen. Hitzegestresste Städter genießen das besonders.

Die schöne, grüne Anlage mit dem großen Naturpark-Infozentrum. Foto: got  

OBERHOF Ach, lässt es sich doch angenehm verweilen und durch den Gebirgsgarten streifen an diesen wochenlangen Hundstagen. Hitzegestresste Städter genießen das besonders. Zumal gerade jetzt Tausende der Alpingewächse ihre prächtig bunte Farbenvielfalt zur gleichen Zeit präsentieren. So hat der Rennsteiggarten Oberhof schon Ende Juni mit über 15 000 Gästen ein beträchtliches Besucher-Plus verzeichnet. Wenn das mit dem Hochsommer so weiter geht ...

Ehrlich gesagt, möchten das Garten-Geschäftsführer Frank Meyer und seine sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht so wirklich, das mit der Trockenheit. Lieber immer mal einen Regenguss. Denn auch Gebirgspflanzen kommen nicht ohne Wasser aus. So kam zu dem ohnehin stattlichen Arbeits- und Pflegepensum auf dem Sieben-Hektar-Areal lange auch noch die regelmäßige Notversorgung mit Gießwasser hinzu, damit noch bis Anfang November alles blüht und grünt bis hin zum großen Laubfarben-Popourri im Herbst.

Es ist Saison-Halbzeit im größten und mit 4000 Pflanzenfamilien artenreichsten Alpingarten Deutschlands. In der 41. Gartensaison recken durch die sonnenreichen Wochen Schönheiten aus den Gebirgen Europas, Asiens, Nord- und Südamerikas, Neuseelands und arktischen Regionen früher und hübscher denn je ihren Blütenflor.

Allein auf dem gut einen Kilometer langen Hauptweg rund um den 868 Meter hohen Pfanntalskopf entdecken die Besucher Blüten, die sie sonst nie - oder nur bei mühsamen Klettertouren durch die Hochgebirge - zu Gesicht bekämen. Im Rennsteiggarten klappt das sieben Tage die Woche. Einiges ist im Pflanzenhäuschen am Eingang auch käuflich zu erwerben.

Nach Neuem befragt, erinnert Frank Meyer (47), gebürtiger Suhler und in der 22. Saison Geschäftsführer, an den wichtigsten Grundsatz seiner engagierten und "mit Herzblut" tätigen Mitarbeiter: die Qualität des Gartens zu erhalten. Dass dies in den Augen von rund 95 Prozent der Besucher gut gelingt, können die Rennsteiggärtner dem neuen Bewertungskonto im Internet ablesen. Nochmal zur Erinnerung: sieben Hektar für nur vier landschaftsgärtnerische Mitarbeiter!

Und dennoch kann der einzigartige Landschaftspark, diese abwechslungsreiche Waldoase und auch ein netter Lernort für Kinder, seinen Gästen heuer Neues bieten: den sauber befestigten Vorbereich am Café "Enzian" und des WC-Zugangs.

Aktuell erweitert wird die Heilkräuter-Fläche, um dort künftig auch Rotem Klee, Arnika, Wiesenknopf, Braunelle oder Johanniskraut zu begegnen. An den üppig tragenden Heidelbeerschlägen kommt man ohnehin nicht ohne Versuchung vorbei. Und kennen Sie eigentlich den "lebend gebärenden Knöterich" oder den blauen, stacheligen Scheinmohn? Seh'n Se. Vor allem die Gärtnerinnen Cathrin Triebel und Steffi Teichmann können Ihnen mehr zu solchen Pflanzenphänomenen erzählen. Die stets wachsende, botanische Vielfalt ist auch dem bewährten internationalen Austausch des Rennsteiggartens mit rund 220 Gärten in aller Welt zu verdanken. Gerade kam Post aus Perm und Neuseeland.

Wenn die Großen sich Stunden lang beim Floralen aufhalten oder bei Karin Teska im Café den Selbstgebackenen verputzen, sollen die Kleinen künftig auch einen Barfußpfad ausprobieren können.

Übrigens ermöglicht das Oberhofer Kombiticket kostengünstige Besuche in Rennsteiggarten und Exotarium.

got

    
    

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