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Erlebnisberichte und Sachzeugnisse gesucht

Kreisarchiv Schmalkalden-Meiningen plant Sonderausstellung zu 30 Jahre Grenzöffnung

MEININGEN Am 9. November 2019 findet der Jahrestag der Grenzöffnung zum 30. Mal statt. Viele Menschen aus dem Landkreis Schmalkalden-Meiningen haben die Zeit des "Eisernen Vorhangs" hautnah miterlebt.

"Wir freuen uns auf Euch", Wiedervereinigungsfeier auf der Schanz/GÜST Henneberg-Eußenhausen am 24.12.1989. Foto: Burkhard Fritz, Rohr  

MEININGEN Am 9. November 2019 findet der Jahrestag der Grenzöffnung zum 30. Mal statt. Viele Menschen aus dem Landkreis Schmalkalden-Meiningen haben die Zeit des "Eisernen Vorhangs" hautnah miterlebt. Gerade in den unmittelbaren Grenzgemeinden in Richtung Hessen und Bayern war dieser Tag ein einschneidendes Erlebnis. Zum 30-jährigen Jahrestag der Grenzöffnung und der damit eingeleiteten Wende planen die Mitarbeiter des Kreisarchivs Schmalkalden-Meiningen im Meininger Landratsamt nun eine Sonderausstellung mit dem Titel "30 Jahre Grenzöffnung - Aufbruch und Begegnungen in den Grenzkreisen Meiningen und Rhön-Grabfeld".

Das Archiv selbst besitzt unzählige Archivquellen in den Aktenbeständen der ehemaligen Grenzgemeinden sowie eine beachtliche Bildersammlung zur Wende und zu den Dienstagsdemos etwa in Meiningen. Hinzu kommen Sachzeugnisse aus dieser Zeit.

Mithilfe der Bevölkerung gefragt

Darüber hinaus möchte das Archiv alle Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Schmalkalden-Meiningen, aber auch des Landkreises Rhön-Grabfeld aufrufen, sich in die Sonderausstellung einzubringen. Folgende Fragen sind den Archivaren wichtig: Wie haben die Betroffenen die Grenze selbst erlebt? Was ist ihnen in Erinnerung geblieben? Wie haben die Zeitzeugen die Nachricht von der Grenzöffnung aufgenommen? Was haben die Bürgerinnen und Bürger am 9. November 1989 gemacht? Wie haben sie die Zeit unmittelbar nach der Grenzöffnung verbracht? Wie war die Gefühlslage? Spielten auch Ängste eine Rolle? Wie bewerten die Bürgerinnen und Bürger die Situation heute nach 30 Jahren deutsche Einheit? Nehmen sie die ehemaligen Teile Deutschlands heute als ein deutsches Vaterland wahr? Bei der Beantwortung all dieser Fragen brauchen die Mitarbeiter des Kreisarchivs Unterstützung aus der Bevölkerung. Die Meinungen der Zeitzeugen sind hierzu gefragt. Außerdem werden neben Fotos zur Grenzöffnung, Videos, originale Transparente und Plakate, aber auch historische Gegenstände - etwa Kerzen von Dienstagsdemos in Meiningen gesucht. Erwünscht sind auch Erlebnisberichte zur Grenzöffnung 1989, aber auch zum Leben im Sperrgebiet: Etwa Grenzschilder, Passierscheine, Auszeichnungsurkunden, Orden, Grenzuniformen, Uniformen der Staatssicherheit und vieles mehr. Wer hat Gedichte zur Grenze oder zur Wende in seinem Familienarchiv?

Ausstellung von Bürgern für Bürger

Mit Spannung warten die Mitarbeiter bis zum 31. Dezember 2018 auf Beiträge, Fotos und Sachzeugnisse. Diese werden umgehend fotografiert, dokumentiert oder gescannt und nach Möglichkeit in der Sonderausstellung im Saal des Landratsamtes, die im November/ Dezember 2019 geplant ist, präsentiert. Ziel ist es, eine Ausstellung von Bürgern für Bürger zu entwickeln.

lra

    
    

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