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Saisonumfrage Tourismus: Positive Stimmung

SUHL Die IHK-Konjunkturklimaindikatoren als geometrisches Mittel der Lage- und Erwartungsbeurteilungen liegen mit Werten von 123 bzw. 121 Punkten im Gastronomie- bzw.

"Das Gastgewerbe ist ein sehr wichtiger weicher Standortfaktor für die Region", betont Dr. Ralf Pieterwas. Foto: lalü  

SUHL Die IHK-Konjunkturklimaindikatoren als geometrisches Mittel der Lage- und Erwartungsbeurteilungen liegen mit Werten von 123 bzw. 121 Punkten im Gastronomie- bzw. Beherbungsgewerbe derzeit über dem niedrigen Niveau vergangener Jahre.

Mit den Ergebnissen der Saisonumfrage stellte die IHK Südthüringen ihre Konjunkturbeobachtung des gastgewerblichen Marktes vor. Grundlage für den Branchenbericht sind Befragungen von Hoteliers und Gastronomen in Südthüringen. Demnach beurteilen über die Hälfte der Betriebe ihre Geschäftslage als gut. 87 Prozent der Gastwirte und 83 Prozent der Beherbungsbetriebe gehen sogar von einer Verbesserung aus.

In den Sommermonaten verbuchten laut Umfrage neun von zehn Beherbungs- und Gastronomiebetriebe in Südthüringen stabile oder gestiegene Umsätze.

Bei den Gästeankünften und Gästeübernachtungen zeigt sich dagegen ein etwas anderes Bild. Hier ist ein Rückgang um 9 Prozent bzw. 8 Prozent zu verzeichnen. Auch die Zahl der Marktteilnehmer sank in den vergangenen Jahren tendenziell.

Bei Investitionen zurückhaltend

Laut Saisonumfrage will ein großer Teil der Tourismusunternehmen weniger oder gar nicht investieren (38 Prozent der Beherbungsbetriebe und 53 Prozent der Gastronomiebetriebe). Als Grund wird u.a. der bestehende Fachkräfteengpass genannt. Etwa jeder zweite Betrieb betrachtet dies als ein wirtschaftliches Risiko für die eigene Unternehmensentwicklung.

"Der politische Handlungsbedarf ist hier besonders groß. Bisher werden die Fachkräfteengpässe der Branche politisch unterschätzt, auch deshalb, weil zu wenige Unternehmen ihre freien Stellen bei der Arbeitsagentur melden", sagt Dr. Ralf Pieterwas, Hauptgeschäftsführer der IHK Südthüringen. Speziell das derzeit diskutierte Fachkräfteeinwanderungsgesetz solle nachgebessert und das Gastgewerbe als Branche mit besonderem Bedarf berücksichtigt werden, so Pieterwas. Hintergrund: In Südthüringen geben 57 Prozent der Gastronomiebetriebe einen Bedarf an Fachkräften aus Drittstaaten an. red

    
    

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