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TV-ÜBERTRAGUNGEN
Eggert und Benecken peilen Gold an

Rennrodel-Weltmeisterschaft in Winterberg

BERCHTESGADEN Bereits zum dritten Mal nach 1989 und 1991 trifft sich die Weltspitze des Rennrodelsports in Winterberg, um die Weltmeister zu krönen. Die 48.

Doppelsitzer Toni Eggert und Sascha Benecken Bildquelle: Team Thüringer Wald - Recker  

BERCHTESGADEN Bereits zum dritten Mal nach 1989 und 1991 trifft sich die Weltspitze des Rennrodelsports in Winterberg, um die Weltmeister zu krönen. Die 48. FIL Rennrodel-Weltmeisterschaften werden noch bis 27. Januar 2019 in der Veltins EisArena in Winterberg ausgetragen.

Insgesamt werden sieben WM-Titel vergeben: Drei Entscheidungen fallen im Sprint-Wettbewerb (Doppel, Damen, Herren), zwei im Einsitzer (Damen und Herren), eine bei den Doppelsitzern und die siebte in der abschließenden Team-Staffel. Zusätzlich dazu werden die Entscheidungen der U23-WM als "Race-in-Race"-Wettbewerb ausgetragen.

Bundestrainer Norbert Loch stellt gewohnt hohen Erwartungen an das deutsche Team: "Ich erwarte, dass wir bei der Heim-WM in allen Disziplinen unsere Bestleistung abrufen können - sprich, dass wir in den vier olympischen Disziplinen auch viermal Weltmeister werden. Das ist mein Anspruch. Bei den Herren ist es sicherlich sehr schwer, da in diesem Bereich das Niveau mittlerweile so hoch ist - man kann ganz schnell Erster oder Zehnter werden. Dazwischen ist sehr viel möglich. Trotz alledem sind meine Herren in der Lage, ganz vorne um die Medaillen mitzukämpfen."

Das deutsche Team geht in drei Disziplinen als Titelverteidiger an den Start. Bei den letzten Weltmeisterschaften 2017 in Innsbruck-Igls gewann Tatjana Hüfner (RC Blankenburg) ihr fünftes WM-Gold im Einsitzer, holte zudem Bronze im Sprint-Wettbewerb und gewann mit dem Team ebenfalls den WM-Titel. Die Doppelsitzer Toni Eggert und Sascha Benecken (BRC Ilsenburg/RT Suhl) gewannen beim historischen deutschen Dreifachsieg erstmals den WM-Titel und verwiesen die Doppel-Olympiasieger Tobias Wendl/Tobias Arlt (RC Berchtesgaden/WSV Königssee) auf den zweiten und Robin Geueke/David Gamm (BSC Winterberg) auf den dritten Rang. Gemeinsam mit Tatjana Hüfner und Johannes Ludwig (WSV Oberhof 05), der im Einsitzer Vierter wurde, gewannen sie auch Gold in der Team-Staffel und sicherten sich Bronze im Sprint. Zudem ging WM-Gold im Sprint der Doppelsitzer an das bayerische Duo Tobias Wendl und Tobias Arlt, die damit insgesamt auf achtmal Gold und zweimal Silber bei Weltmeisterschaften kommen. Titelverteidiger bei den Herren ist der Österreicher Wolfgang Kindl, der auf seiner Heimbahn in Igls im Einsitzer- und Sprintwettbewerb nicht zu schlagen war.

Sascha Benecken: "Nach der bisherigen Weltcup-Saison ist es auch dieses Mal so, dass wir - wie in den letzten Jahren - die Favoritenrolle innehaben. Wir haben mittlerweile recht gut gelernt, relativ entspannt damit umzugehen. Die gesamte Woche ist darauf ausgerichtet, dass die WM der Saisonhöhepunkt ist, aber wenn man es genauer betrachtet, geht es letztendlich einfach darum, zwei saubere Läufe runterzubringen. Damit steht und fällt alles und das ist auch unser großes Ziel. Wir wissen, dass wir athletisch topfit sind und auch schnell fahren können. Die größte Variable besteht wirklich darin, zweimal sauber ins Ziel zu fahren, daran arbeiten wir auch schon die ganze Woche. In den letzten Wochen konnten wir bereits konstante und solide Rennen fahren, von daher passt das ganz gut. Die Tücken in Winterberg liegen vor allem in der Ausfahrt aus Kurve neun, und auch das Starteck ist nicht ohne. Auch die Kurve 11 ist in der Ausfahrt sehr lang und wird sehr steil, das ist für die Doppelsitzer dann doch heikel, weil es sich nicht besonders gut anfühlt.

Eine Heim-WM ist natürlich etwas sehr Schönes, das ist etwas ganz anderes, als wenn wir in Nordamerika oder wie letztes Jahr in PyeongChang sind. Bei einer Heim-WM ist dann auch ein Großteil der Familie mit dabei, aber es ist doch auch einen Zacken anstrengender, weil viel mehr Termine und Verpflichtungen anstehen. Das gehört einfach dazu, das nehmen wir mit und wir sind auch offen für solche Sachen. Wenn am Freitag das erste Mal die Ampel scharf auf Grün schaltet, hoffen wir natürlich, dass wir dann entsprechend gut durchstarten können." hg/bsd

    
    

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